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Psychopsis

die Schmetterlings-Orchidee

Hallo liebe Orchideenfreunde!

Heute möchte ich euch eine ganz besondere Orchideengattung vorstellen: die Psychopsis. Diese faszinierenden Orchideen sind nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen Blüten, die an Schmetterlinge erinnern, ein Highlight in jeder Sammlung. Hier erfahrt ihr alles Wichtige über ihre Herkunft, Pflege und Vermehrung.

Herkunft und Name der Psychopsis

Der Name „Psychopsis“ leitet sich von den griechischen Wörtern „psyche“ (Schmetterling) und „opsis“ (Aussehen) ab – ein treffender Name, wie ich finde! Psychopsis, oft auch als „Schmetterlings-Orchideen“ bezeichnet, stammen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Sie wachsen dort an Orten mit sehr warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Gattung umfasst nur wenige Arten, die jedoch alle durch ihre spektakulären Blüten bestechen. 

Die bekanntesten sind: Psychopsis krameriana und Psychopsis papilio. Eine Kreuzung von beiden Naturformen ist zum Beispiel meine Psychopsis Mariposa.

Psychopsis Mariposa Blüte

Wachstum, Blüte, Ruhephase

Psychopsis-Orchideen wachsen hauptsächlich als Epiphyten, das heißt, sie leben auf anderen Pflanzen, ohne ihnen zu schaden. Eine Kultivierung im Topf ist jedoch problemlos möglich. 

Die Orchidee bildet kleine, ca. 4 cm große Pseudobulben aus, die je ein langes, schmales und festes Blatt tragen. An der Unterseite der Bulben entspringen Blütenstände. Diese können bis zu einem Meter hoch werden.

An diesen langen Stielen bilden sich wiederholt Einzelblüten. Die Blüten sind das Highlight diese Orchidee:

Sie können bis zu 15 cm groß werden. Die drei aufrecht stehenden Tepalia erinnern an Schmetterlingsfühler und die seitlichen Tepalia sehen wie Flügeln aus. Die breite Lippe ist gewellt und ist im Zentrum gelb gefärbt und hat einen braun gefleckten Saum.

Ist die Blüte verblüht, kommt die nächste nach ein Paar Tagen. Pflanzen mit diesen Eigenschaften nennt man Revolverblüher.

Die Blütezeit kann das ganze Jahr über andauern. Deshalb sollte man den Blütenstiel niemals abschneiden, weil nach einer kurzen Pause die Orchidee wieder Blütenknospen ausbilden kann. Eine besondere Ruhephase, wie bei manchen anderen Orchideen, braucht die Psychopsis-Orchidee nicht.

Standort für Psychopsis

Licht

Diese Orchideengattung liebt helles, indirektes Licht. Ein Platz am Ost- oder Westfenster ist ideal. Direkte Mittagssonne sollte vermieden werden, da sie die Blätter verbrennen kann.

→ Licht und seine Bedeutung für Orchideen

Temperatur

Diese Orchideen bevorzugen warme Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Nachts darf es ruhig etwas kühler sein, aber nicht unter 18 Grad. Je wärmer du den Stadtort für deine Psychopsis wählst, desto größer werden auch die Blüten. 

→ Optimale Temperatur für Orchideen

Im Winter sollte man die Psychopsis nicht auf kalter Fensterbank stehen lassen, da die Wurzeln für Kälte sehr empfindlich sind. 

Mein Tipp: ich nutze bei meinen Orchideen Kork-Untersetzer.

Luftfeuchtigkeit

Wie alle Pflazen aus dem Regenwald mag auch die Psychopsis eine hohe Luftfeuchtigkeit von 60-70%. Bei zu trockner Luft sind die Orchideen für Schädlinge, wie Spinnmilben, sehe anfällig.  In unseren Wohnungen kann das besonders im Winter eine Herausforderung sein, aber mit ein paar Tricks, wie einer Schale Wasser auf der Heizung oder einem Zimmerbrunnen, lässt sich das gut regulieren. 

Giessen

Psychopsis sollte regelmäßig mit weichem und kalkarmen Wasser gegossen werden und die Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Die Wurzeln sollten nie komplett austrocknen, aber auch nicht im Wasser stehen. Ideal ist es, die Orchidee einmal pro Woche zu gießen und überschüssiges Wasser gut abtropfen zu lassen.

→ Orchideen gießen

Besprühen

Besprühen der Blätter und Luftwurzeln mit weichem Wasser ist besonders in trockenen Wintermonaten hilfreich. Es sorgt für die notwendige Luftfeuchtigkeit und beugt Schädlingsbefall vor.

Aber Achtung: die Blüten selbst sollten nicht besprüht werden, da sie sonst fleckig werden können.

Substrat für Psychopsis Orchideen

Psychopsis-Orchideen gedeihen am besten in einem lockeren und gut durchlässigen Substrat. Eine Mischung aus feiner Rinde, Kokosfasern und etwas Sphagnum-Moos hat sich bewährt. Das Substrat sollte alle 2-3 Jahre erneuert werden, um eine gute Luftzirkulation und Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Luftdurchlässiges Substrat mit Kokosfasern

Düngen der Psychopsis

Während der Wachstumsphase, also vor allem im Frühling und Sommer, freuen sich Psychopsis über eine regelmäßige Düngergabe. Ein spezieller Orchideendünger, der alle zwei Wochen in schwacher Konzentration verabreicht wird, ist ideal.

→ Orchideen düngen

Umtopfen

Das Umtopfen sollte alle 2-3 Jahre erfolgen oder wenn das Substrat zersetzt ist und nicht mehr gut abtrocknet. Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr. Vorsichtig die alten Wurzeln entfernen und die Pflanze in frisches Substrat setzen.

→ Orchideen umtopfen

Vermehren der Psychopsis

Die Vermehrung von Psychopsis ist nicht ganz einfach und erfordert etwas Geduld. Am besten gelingt sie durch Teilung der Pflanze beim Umtopfen. Dabei werden vorsichtig einzelne Bulben mit genug eigenen Wurzeln abgetrennt und in frisches Substrat gesetzt. Ein bisschen Glück und gute Pflege sorgen dann dafür, dass auch die neuen Pflänzchen bald kräftig wachsen.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir die faszinierende Welt der Psychopsis-Orchideen etwas nähergebracht und du hast nun Lust, dich selbst an diese außergewöhnlichen Schönheiten zu wagen. Die Exemplare dieser wunderschönen Orchidee sind nicht ganz billig, aber ich finde sie sollte in keiner Orchideensammlung fehlen.

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